Hey everybody,

 

I am in transition ... finally ... YES!

Reorganizing, reshaping, re-creating my body, my mind, my Self ... my life ... 

It's an adventure, a journey ... with open end and destination ... 

But one thing I know for sure ... music will stay forever ... 

I am amidst taking my music compositions to the next level,

working towards a portfolio for TV and streaming-platforms ... 

 

A happy and exciting New Year everyone!

Keep on rocking!

 

Wotan Beißwenger, New Year Eve 2022.

 

Discography for reference:

 


 

Archiv (Blog bis 1. Juli 2021)

 

Auf ein Altes: Die Deutschen und die Dummheit … 

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Zwei haben sich das Ja-Wort gegeben … und niemand hat Einspruch erhoben. Die unheilige Hochzeit fand im Verborgenen statt. Auch über den genauen Zeitpunkt kann nur gemutmaßt werden. Ich denke, es handelt sich gar um eine Art „on-and-off-Beziehung“. Es gab wohl eine Scheidung so um 1944, aber irgendwie haben sich die beiden wieder vereint, die Deutschen und die Dummheit.

 

„Unser Land“ (gibt es das überhaupt noch?) verliert sich irgendwo zwischen Reichs- und Regenbogenfahnen, zwischen Alu-Qs und Undefinierbaren, die ihren globalen Unmut und Frust öffentlich und leibhaftig kundtun möchten. Wo sollen sie auch hin, wenn es keine johlenden Massenveranstaltungen im Angebot gibt. Und da sind die Stillen, die so still sind, dass sie keine Worte finden und wagen, wenn sie in der Menge plötzlich von den Fahnen anderer unterlaufen und für deren medienwirksame Zwecke missbraucht werden. 

 

Lieber weiter meditieren. Ist sogar verständlich, denn letztendlich geht es immer um die eigene Unversehrtheit, um das eigene Überleben. Und der Flaggenträger hat eine Stange und vor allem ein lautes Mundwerk, mit denen er/sie mich in meinem Schneidersitz unweigerlich platt walzen würde. Auf die Polizei, meinen Freund und Helfer, kann ich auch nicht mehr zählen, wer weiß, wo die wieder unterwegs sind oder wie die dann reagieren, sollten sie doch zur Stelle sein. Vielleicht hauen sie mich ja auch.

 

In den Medien wird brav und wiederholt von einer moderaten Mehrheit gesprochen, die doch ganz einverstanden ist mit dem, was unsere Politik coronabedingt so veranstaltet.

Ich frage mich, wo ist diese Mehrheit? Also im Alltag zum Beispiel, im Supermarkt oder im Regionalzug. Selbst im Logopädie-Wartezimmer musste ich mir einen Vortrag über das Deutsche Reich und dessen Vorzüge anhören. Diskussion völlig zwecklos. Fanatismus macht blind und dumm und verdammt laut.

 

Vielleicht ist diese schweigende Mehrheit gar ein Mythos, eine behelfsmäßige Installation, um über die brodelnden Sümpfe, die „unser Land“ mehr und mehr unterminieren, hinwegzutäuschen. 

Ich frage mich auch, woher so viele Menschen so viel Kohle und Zeit haben, um sich auf diese Weise zu gruppieren und durch diese unsere Lande zu fahren. Na, ja, vielleicht hatten sie ja das Glück von den Corona-Soforthilfen zu profitieren.

Also ich hatte das nicht und ich kann nur sagen/schreiben: Hunger inmitten eines so genannten Sozialstaates fühlt sich echt beschissen an. Durch die sozialen Maschen gefallen *rums.

 

Die angebliche Corona-Loyalität, mikro- und makrosoziologisch betrachtet, ist nämlich eine weitere Mythe: Sie gilt nur unter Bedingungen, die jene aufstellten, die von ihren sicheren, pensionsverplüschten Sesseln keinen Blick für die Realitäten von z.B. Freiberuflern und Künstlern sowie von kleinen und mittelständischen Betrieben haben. Diese sind es jedoch, die ein Land maßgeblich mitgestalten, seine Ländereien vielfältiger und bunter ... und flexibler machen.

Sie sind es, die insbesondere in Umbruchsituationen wie der aktuellen, wertvolle Impulse beisteuern könnten: Ein Freidenker lässt sich nicht so schnell von der Masse und Norm einschüchtern und einfrieren, findet eher Wege zu Lösungen "out of the box". Ein kleines oder mittleres Unternehmen ist - mit entsprechenden sich wirklich manifestierenden (!) - staatlichen Hilfen wesentlich beweglicher in Richtung Veränderung und Innovation als ein alteingesessenes, eingerostetes Großunternehmen, das mehrheitlich auf die Wahrung seines status quo und Aktienkurses ausgerichtet ist  ... 

 

Einnahmen und Betätigungsfelder in den freien Berufen, der Kunst und im Mittelstand fehlen und so mag sich so manche/r radikalisieren und den eigenen IQ einem anderen Q oder gar Fläggchen unterordnen … um zu überleben, ideell und sozial und auch monetär.

Ich selbst kann das nicht. Vielleicht auch eine Form von Dummheit. Also hungere ich weiter, kuriere die Folgen meiner im weitesten Sinne corona-bedingten OP. Komponiere und schreibe, ohne Einnahmen natürlich, um der Trauer, Ent-Täuschung und Wut in mir ein Ventil zu verleihen. Um zumindest seelisch zu überleben.

Um hoffentlich irgendwann auswandern zu können. Wohin weiß ich allerdings nicht. Des Deutschen heiliges Amerika ist ja auch nicht mehr das, was es mal war. Und Island oder Spitzbergen kann ich mir leider leider leider ... bis zu meinem Lebensende wohl nicht (mehr) leisten.

 

In gewisser Weise danke ich dem Corona-Virus: Es hat gezeigt, wo wir gesellschaftlich wirklich stehen, was unter den deutschen Alltagsstelldicheins schlummert.

Die Deutschen und die Dummheit: „Wir“ haben nichts gelernt.

Auf ein neues Altes.

 

© Ann-Uta Beißwenger 30. August 2020

 

Nachtrag 31.08.2020

Eine Frau, noch dazu eine böse Heilpraktikerin mit langen Dreadlocks heizte also die Menge an, rief auf zum Sturm auf den Reichstag ... wie praktisch!!! Wie wunderbar!!! Die (männlichen?) Medien jubeln: Es lebe eine neue Ära der Hexenjagd!!!

Oh armes Deutschland, oh noch ärmere Medienlandschaft ... 

 

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Vielen Dank!

 

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