Hey everyone,
und das Abenteuer goes on. Yes! 
Es gleicht wohl eher einem Feldzug ... durch die Engstirnigkeit und Bürokratie dieses Landes beziehungsweise dessen Bewohner*innen  ... 
 
Hätte nie gedacht, an welchen Stellen die Hürden des Transwegs in good ole Germany lauern ... nämlich v.a. dort, wo die Leuts es doch besser wissen sollten ... im "professionellen Bereich": in den Facharztpraxen und bei der Krankenkasse. Der tägliche Kränkungscocktail ... it's the price you got to pay, baby!  Wer bis dato noch nicht depressiv war, wird es jetzt garantiert!
Die Bürokratie und Spiele der Ämter hingegen waren zu erwarten ... ohne geht es halt nicht. Schließlich füttern sie damit ihre eigene Existenzgrundlage.
 
Ich frage mich jeden Tag, was mann alles Geniales und Konstruktives in dieser Welt erschaffen könnte ... müsste mann nicht solche Massen an Energie für die Irrgärten des "Alltagsbelastungstests" und der Transition aufbringen (das Phänomen der deutschen Bürokratie ist natürlich "ubiquitär" und nicht beschränkt auf das TSG, siehe Corona-Krise). Wie unökonomisch und gesellschaftlich kurzsichtig. Wie realitätsfern und (über)lebensfeindlich!
 
Zum Glück gibt es auch immer wieder positive Überraschungen auf dem Weg: Menschen, die ohne Scheuklappen und Berührungsängste einfach da sind.
Dafür bin ich sehr dankbar.
 
Und es gibt jene, die plötzlich verschwunden sind, im Schweigen, im Unverständnis. Viele von ihnen waren jedoch auch zuvor niemals wirklich da. So what!
 
Ich danke den Göttern für meine Sturheit und meine Kreativität, die mich immer wieder aufstehen und aus jedem Misthaufen was bauen lassen. Und ich fiebere dem Tag entgegen, an dem endlich mein richtiger Name und mein korrekter Geschlechtseintrag in meinem Perso und auf meiner f*cking "Gesundheitskarte" stehen. YES!
 
Wotan
 
 
Foto © Wotan Beißwenger, 25th of September 2021; all rights reserved.
 

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BLOG-WISE - the new generation


Transgender: Ann-Uta → AnU → Wotan oder die schrittweise Dezimierung von Lebenslügen ...

Nicht nur die HP befindet sich aktuell im Update und Upgrade. Auch ich selbst. Ann-Uta gibt es schon lange nicht mehr. Ein "dead name" wie man in der LGBT-Szene sagt. AnU war eine hilfreiche Übergangslösung, um mich im Nicht-binären zwischen zu parken und alles zum drillionsten Mal für mich zu reflektieren. AnU war die kleinere Lüge, aber halt immer noch Lüge. Zeit zum Aufräumen, den Wanderer von der Leine zu lassen. Zeit für Wotan ... 

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Mein Blog befindet sich derzeit, wie die ganze Homepage, in einem größeren Upgrade. - Und das bei "laufender Kamera"... Bitte habt Verständnis, falls jetzt das eine oder andere noch nicht ganz rund läuft! Ich arbeite mit Hochdruck an der Aktualität und Verfügbarkeit meines web-Auftritts.

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Archiv (Blog bis 1. Juli 2021)

 

Oh Gott, oh Gott oder die versteckte Sehnsucht nach Erlösung …

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Es ist unpopulär geworden, (offiziell) an einen Gott zu glauben. Zumindest dann, wenn es dem Menschen gut geht. Wenn es "draußen und drinnen" hell ist. Manchmal ist es sogar gefährlich, zum Beispiel, wenn Gott den Namen Allah trägt.

 

Es riecht nach 4711, nach Mottenpulver und der Enge eines fadenscheinigen Beichtstuhls. Nach einem idealisierten (Über)Vater-Update. Oder nach Sprengpulver und menschlichen Schutzschilden. Nach heiligen Kriegen und Weltherrschaft.

 

Es ist viel cooler, sich Gott als eine unpersönliche Energie, eine rosa Blume oder noch besser als Leere vorzustellen, auf die ich alles projizieren kann, was mein Ego und mein Ich sich so wünschen: Die Illusion von Freiheit, unbegrenzten Möglichkeiten, Unverbindlichkeit und Kontrolle über mein Leben.

 

Und: Wozu brauche ich einen Gott? Ich und die Wissenschaft, wir regeln das alles selbst. Erklären uns die Welt mit Gleichungen und ausgefeilten Versuchsanordnungen – bis, ja, bis auch wir an eine Grenze stoßen, eine dieser fiesen Grenzen, an der unser wissenschaftliches Weltbild plötzlich ins Wanken und Schwanken gerät, wo es spooky wird und weird. Jene Bereiche, in denen C.G. Jungs Numinoses Einzug hält. Wo rationale Modelle und Erklärungsversuche nicht mehr greifen. Oh Gott, oh Gott!

 

Wer oder was ist eigentlich "Gott" und weshalb kommen wir immer wieder – oft ziemlich unfreiwillig und unerwartet – auf „ihn/es/sie“ zurück? Das Wesen Gottes allgemeingültig erklären zu wollen, wäre ein ziemlich sinnloses Unterfangen. Unterliegt "das Wesen dieses Wesens" doch der subjektiven Erfahrung und ist daher eine überaus persönliche Angelegenheit. 

 

Bleibt jedoch die Frage, warum wir in bestimmten Lebenssituationen immer wieder "auf die Götter" zurückkommen:

Zwischen den Zeilen und Worten Heiliger Schriften und in den Liedern und Gebeten spiritueller Menschen entdecken wir die Bedeutung eines Gottes. Diese Bedeutung ist es, die uns zu "den Göttern" führt (und/oder die Götter zu uns - je nach Sichtweise):

 

Es ist jene Bedeutung, die wir ihm/ihr selbst zuschreiben. Geboren aus dem, was wir uns selbst nicht (ausreichend) schenken können. Geboren aus einer individuellen und kollektiven Sehnsucht: Aus der Sehnsucht nach Erlösung, nach Liebe, nach Frieden, Vergebung … Oder aus der Sehnsucht nach Rache, Vergeltung, Macht, Unsterblichkeit ... Häufig auch verbunden mit der Sehnsucht nach tiefer Verbindung, Zugehörigkeit und Geborgenheit, die allein über die menschliche Ebene nicht gestillt werden kann.

 

All dies ist zutiefst menschlich. Wir brauchen „es“ nicht zu verstecken. Schon gar nicht vor uns selbst. Und auch nicht vor "unserem Gott".

 

Dein Gott ist ein Spiegel deiner Sehnsucht. Ein ewig hungriger Spiegel. Er/Sie/Es nährt sich von deiner Sehnsucht. Dein Gott braucht deine Liebe, deine Rache, deine ewige Suche nach Weisheit, damit er/sie/es nicht zu einer blutleeren Idee degeneriert, dem Hauch einer verblassenden Erinnerung, die irgendwo in alten Überlieferungen, in leeren Gebetshäusern und vertrockneten Heiligen Hainen verstaubt und verhallt. 

 

Du nährst deinen Gott. Dein Gott nährt dich. Geben und Nehmen. Ewiger Kreislauf.

 

Amen. Heilir Æsir, heilar Ásynjur, og öll ginnheilög goð. As-salamu ‘alaikum wa rahmatu-llah. Oṃ āḥ hūṃ vajra guru padma siddhi hūṃ …

 

© Ann-Uta Beißwenger 2016

 

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Ab sofort über den Buchhandel und online erhältlich, mein Buch (in Print- und Ebook-Version):

 

Wortgemälde für den Weg

Eine Liebeserklärung an das Leben, den Tod und das Dazwischen

Lyrik - Kurzprosa - Fragmente

ISBN: 978-3-7412-7390-2

TB, 264 Seiten

 

 

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