Hey everyone,
und das Abenteuer goes on. Yes! 
Es gleicht wohl eher einem Feldzug ... durch die Engstirnigkeit und Bürokratie dieses Landes beziehungsweise dessen Bewohner*innen  ... 
 
Hätte nie gedacht, an welchen Stellen die Hürden des Transwegs in good ole Germany lauern ... nämlich v.a. dort, wo die Leuts es doch besser wissen sollten ... im "professionellen Bereich": in den Facharztpraxen und bei der Krankenkasse. Der tägliche Kränkungscocktail ... it's the price you got to pay, baby!  Wer bis dato noch nicht depressiv war, wird es jetzt garantiert!
Die Bürokratie und Spiele der Ämter hingegen waren zu erwarten ... ohne geht es halt nicht. Schließlich füttern sie damit ihre eigene Existenzgrundlage.
 
Ich frage mich jeden Tag, was mann alles Geniales und Konstruktives in dieser Welt erschaffen könnte ... müsste mann nicht solche Massen an Energie für die Irrgärten des "Alltagsbelastungstests" und der Transition aufbringen (das Phänomen der deutschen Bürokratie ist natürlich "ubiquitär" und nicht beschränkt auf das TSG, siehe Corona-Krise). Wie unökonomisch und gesellschaftlich kurzsichtig. Wie realitätsfern und (über)lebensfeindlich!
 
Zum Glück gibt es auch immer wieder positive Überraschungen auf dem Weg: Menschen, die ohne Scheuklappen und Berührungsängste einfach da sind.
Dafür bin ich sehr dankbar.
 
Und es gibt jene, die plötzlich verschwunden sind, im Schweigen, im Unverständnis. Viele von ihnen waren jedoch auch zuvor niemals wirklich da. So what!
 
Ich danke den Göttern für meine Sturheit und meine Kreativität, die mich immer wieder aufstehen und aus jedem Misthaufen was bauen lassen. Und ich fiebere dem Tag entgegen, an dem endlich mein richtiger Name und mein korrekter Geschlechtseintrag in meinem Perso und auf meiner f*cking "Gesundheitskarte" stehen. YES!
 
Wotan
 
 
Foto © Wotan Beißwenger, 17th of September 2021; all rights reserved.
 

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BLOG-WISE - the new generation


Transgender: Ann-Uta → AnU → Wotan oder die schrittweise Dezimierung von Lebenslügen ...

Nicht nur die HP befindet sich aktuell im Update und Upgrade. Auch ich selbst. Ann-Uta gibt es schon lange nicht mehr. Ein "dead name" wie man in der LGBT-Szene sagt. AnU war eine hilfreiche Übergangslösung, um mich im Nicht-binären zwischen zu parken und alles zum drillionsten Mal für mich zu reflektieren. AnU war die kleinere Lüge, aber halt immer noch Lüge. Zeit zum Aufräumen, den Wanderer von der Leine zu lassen. Zeit für Wotan ... 

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Meine Homepage befindet sich im Upgrade!

Liebe Interessenten,

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Mein Blog befindet sich derzeit, wie die ganze Homepage, in einem größeren Upgrade. - Und das bei "laufender Kamera"... Bitte habt Verständnis, falls jetzt das eine oder andere noch nicht ganz rund läuft! Ich arbeite mit Hochdruck an der Aktualität und Verfügbarkeit meines web-Auftritts.

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Archiv (Blog bis 1. Juli 2021)

 

Viel Lärm um alles …

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Das Gespräch von Mensch zu Mensch unterfüttert und parallelisiert durch die Inhalte des beiläufigen Geplärrs aus dem Radio oder wahlweise durch die be-ton-ten Bildabfolgen des TVs in HD-, hochauflösender, Qualität: Die Worte und Laute aus den Konserven mischen sich mit deinen und meinen Worten. Lösen sie aus ihren Zusammenhängen. Kontextualisieren sie neu.

Binden die Aufmerksamkeitsenergie, ziehen sie ab, aus dem Raum zwischen dir und mir. Verströmen ihre verführerischen Lockstoffe, um ausscheren zu können, aus dem Raum zwischen dir und mir. Überlagern, verhüllen und verwischen die Botschaften. Schaffen einen undurchdringlichen Klangwald, der im Nebelreich zwischen uns verklingt. Spuren von klammem Missverstehen säend und hinterlassend.

Immerhin versuchen wir es noch, miteinander zu sprechen, denke ich semiresigniert – im Zeitalter von Whatsapp, Gesichtsbuch und sms scheinen wir uns damit schon auf nahezu Mammutniveau zu bewegen. Aus der Zeit gefallen.

 

Ich brauche frische Luft, fahre raus aus der Stadt mit ihren stickigen Klangwäldern.

Draußen in der Natur, endlich mal wieder tief durchatmen, Ruhe finden. Handy ausstellen. Den Kontakt zu Bäumen und Tieren suchen. Vielleicht auch zu mir selbst. Doch die Großstadt drückt auch aus der Entfernung dem Wald ihr Klangsiegel auf: Das Hintergrundrauschen der fernen Autobahn wird nur selten für einen kurzen Moment durchbrochen. Die Lautschweife der Flugzeuge erinnern an die Betriebsamkeit unserer Zeit. Damit wir sie bloß nicht vergessen, mitten im Wald. Ihre dicken Bäuche angefüllt mit Menschen und Waren, den Himmel unermüdlich mit ihren Flugrouten fragmentierend und durchziehend, zerschneiden die fliegenden Metallbehälter die potentielle Stille.

 

Zurück zu Hause. Das Fußballspiel: Deutschland gegen Tschechien. Die Pässe und Tore will ich sehen, die Strategien verfolgen, mir meine eigenen Gedanken dazu machen, das Ganze auf mich wirken lassen. Dreiviertel meines Achtsamkeitsheeres ist damit beschäftigt, den übereifrigen Kommentator aus meinem Wahrnehmungsraum herauszuhalten. Er versucht mit seinem Ego, den Raum zwischen mir und dem Spielfeldgeschehen zu befüllen: Mit einem Zuviel an nicht unmittelbar Geschehnis-relevanten Anekdötchen und Informatiönchen aus seiner zugeschalteten Konserve, baut er pralle und sperrige Datenschleifen. Sie locken vom eigentlichen Geschehen auf dem Spielfeld weg und spalten das Ganze auf in Spielebene und Erzählebene, die nur selten miteinander korrespondieren.

Ich besinne mich auf den glücklichen Rest von Eigenmacht, und schalte den Ton ab.

 

Auf individueller Ebene stellt viel Lärm um alles eine perfekte Nahrungsquelle für das hungrige Ego bereit: Mit viel Schall und Rauch wird aufgebauscht und aufgeschäumt, was ansonsten die Wahrnehmungsschwelle anderer kaum passiert hätte. Künstliche Blumen werden gestreut, auf eine ansonsten unscheinbare und karge (Spiel)Fläche aufgebracht.

Wirbel, Wogen und Wellen im Außenraum, mit geschäftstüchtiger Umsicht werbewirksam inszeniert, lenken zudem ab von der kindlichen Bedürftigkeit und Bedeutungslosigkeit in den Innenräumen der Beteiligten.

 

Auf kollektiver Ebene ist Reizüberflutung – akustisch, visuell – eine willkommene Prophylaxe vor zu viel Tiefgang. Ein Garant für pflegeleichte und möglichst schmerzfreie Oberflächlichkeit: Den Raum zwischen dir und mir mit Bild- und Klangfragmenten zumüllen, verstopfen – damit wir die Leere und Einsamkeit nicht sehen und vor allem nicht fühlen.

Damit kein Raum bleibt, für die Fragen, die wir uns ansonsten stellen müssten – über uns selbst, über unser Leben und über die Welt, in der und mit der wir leben.

Damit keine Kraft und Energie mehr übrig bleiben, um eine zu sehr gebündelte Aufmerksamkeitsenergie nicht-zeitgeistkonformen „Gedanken und Taten“ zuzuführen …

 

 

*Pling *plang

*Kreisch *brüll

Schrille Bilder

Klang-Müll

Schieben sich

Zwischen dich

Und mich

Halten uns

In der

Oberflächlichkeit

Ganz im Sinne

Unserer Zeit

 

Kaufen, sollst du

Dich berauschen

Sollst du

An Bild und Ton

Ertrinken, sollst du

Dich vergessen

Sollst du

In der Bild- und

Klang-Installation

 

*Pling *plang

*Kreisch *brüll

Schrille Bilder

Klang-Müll

Ich will mehr davon

In Bild und Ton

Komm spiel mit mir

Spiel dich dumm

 

© Ann-Uta Beißwenger 2016

 

 

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Ab sofort über den Buchhandel und online erhältlich, mein Buch (in Print- und Ebook-Version):

 

Wortgemälde für den Weg

Eine Liebeserklärung an das Leben, den Tod und das Dazwischen

Lyrik - Kurzprosa - Fragmente

ISBN: 978-3-7412-7390-2

TB, 264 Seiten

 

 

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